UPDATE: Aluminium in Deos ungefährlich

ALuminium in Deos ungefährlich

Aluminium in Deos (genauer: Anti-Transpirantien) ist vernachlässigbar, das sagt jetzt ein Statement des SCCS, des “Scientific Committee on Consumer Safety”.

Ist Aluminium in Deos gesundheitsgefährdend?

Eine Überprüfung des SCCS (veröffentlicht im März 2020) hat ergeben, dass die Aufnahme von Aluminium über die Haut durch verschiedene Anti-Transpirantien und diverse Kosmetika vernachlässigbar ist und nicht höher ausfällt, als die Aufnahme von Aluminium über andere Quellen.

Genauer gesagt

Das Wichtigste ist damit gesagt, um das ganze aber ein bisschen weniger trivial aufzurollen, erkläre ich den Umstand folgend ein bisschen genauer.

Wichtig zu wissen ist, es gibt zwei verschiedene Arten, gegen Schweiß und Schweißgeruch vorzugehen.

Deos

Deodorantien beinhalten keine Aluminiumsalze (irreführenderweise wird auf Deos oft mit “0% Aluminiumsalze” geworben, obwohl die Bezeichnung “Deodorant” das bereits klar stellt), sondern unterschiedliche Inhaltsstoffe mit antibakterieller Wirkung. Das kann vieles sein- Teebaumöl, Patchouli, Lavendelwasser in Naturkosmetik, oder Triclosan (zur Toxikologie, s. 1) in herkömmlicher.

Deos kämpfen also gegen Bakterien, die sich im Schweiß rasend schnell vermehren und für den unangenehmen Geruch sorgen. Dabei wird das Schwitzen nicht verhindert, was gesünder für den Körper ist, als die Poren zu verstopfen.

Anti-Transpirantien

Anti-Transpirantien verschließen die Schweißporen der Haut mithilfe von Aluminiumsalzen. Das kann man sich so vorstellen, dass sich deren Moleküle wie Korken in den Poren sammeln und diese verstopfen.

Das ist deswegen ungesund (und potentiell gefährlich und schädlich), weil das Schwitzen eine wichtige Funktion zur Kühlung unseres Körpers bietet.

Verhindert man diesen komplett natürlichen Prozess nun, läut man Gefahr schneller zu überhitzen.

Aluminiumsalze können außerdem über die Haut teilweise vom Körper aufgenommen werden. Was sie im Körper bewirken, ist noch nicht ganz geklärt.

Aluminiumsalze in Deodorantien vernachlässigbar

Was aber mittlerweile klar geworden ist- Die geringe Aufnahme von Aluminiumsalzen über Anti-Transpirantien ist vernachlässigbar. Das SCCS kommt zu folgendem Schluss:

“In the light of the new data provided, the SCCS considers that the use of aluminium compounds is safe at the following equivalent aluminium concentrations up to:

    •   6.25% in non-spray deodorants or non-spray antiperspirants
    •   10.60% in spray deodorants or spray antiperspirants
    •   2.65% in toothpaste and
    •   0.77 % in lipstick2. Does the SCCS have any further scientific concerns regarding the use of Aluminium compounds in cosmetic products taking into account exposure from other sources?The SCCS considers that the systemic exposure to aluminium via daily applications of cosmetic products does not add significantly to the systemic body burden of aluminium from other sources. Exposure to aluminium may also occur from sources other than cosmetic products, and a major source of aluminium in the population is the diet. This assessment has not taken into account the daily dietary intake of aluminium.”

Kurz gesagt: Die Aufnahme von Aluminium über Kosmetikprodukte ist viel geringer, als zum Beispiel über die Nahrung, und richtet somit nicht mehr Schaden an, als eventuell sowieso schon passiert.

Konklusiv lässt sich sagen, dass eine Panik bezüglich Aluminium in Kosmetik unangebracht ist und nichts ändert, da wir aus anderen Quellen viel mehr Aluminium aufnehmen. Besonders wirksam: Auf unbeschichtete Alufolie verzichten. In Kontakt mit salzigen oder sauren Speisen kann sich sehr viel Aluminium daraus lösen und gegessen werden.

Das ändert aber nichts an der potenziellen Toxizität von Aluminium, wer also einfach trotzdem so viel einsparen möchte, wie es geht, macht damit auch nichts falsch. Davon abgesehen ist die Verwendung von Anti-Transpirantien aus noch anderen Gründen bedenklich. Ich empfehle Deos, wie diese hier:

 

ALuminium in Deos ungefährlich


Quellen:

Bericht des SCCS

(1) Triclosan steht im Verdacht, ein endokriner Disruptor zu sein, das bedeutet, dass es in den Hormonhaushalt eingreifen und ihn (negativ) verändern kann. Beispielsweise kann es die Fertilität beeinträchtigen, zu Gewichtsabnahmen, Fehlgeburten oder Allergien führen. Ein Grund mehr für Naturkosmetik.

MaiLab über Aluminium in Deos

MedWatch-Kommentar zum SCCS-Bericht

 

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